Augen
Augenkrankheiten wie Grauer Star sind schon in der Antike bekannt gewesen. Die alternative Bezeichnung Katarakt bedeutet Wasserfall und versinnbildlicht die Vorstellung, dass die Trübung der Sehkraft durch Flüssigkeiten, die hinter der Pupille fließen, verursacht wird. Schon in babylonischer Zeit wurden operative Eingriffe vorgenommen (Starstich), um den Grauen Star zu behandeln. Dabei wurde die Flüssigkeit, welche die Trübung verursacht, abgelassen. Die heutigen Operationsmethoden sind ausgereifter und haben eine gute Erfolgsquote. Alleine in Deutschland werden ca. 600.000 Augenoperationen im Jahr vorgenommen, um ein Katarakt zu beheben. Dabei kommen heute Linsenimplantate zum Einsatz, die eine Verbesserung der Sehfähigkeit ermöglichen. In der nahen Zukunft wird durch die Verbesserung der Kunstlinsen der Graue Star immer besser behandelbar werden.
Eine ebenfalls häufig auftretende Augenkrankheit ist Grüner Star. Als Folge diese Erkrankung des Sehnervs steigt der Augeninnendruck und löst eine Schädigung der Sehkraft aus. Charakteristisch ist dabei die Verringerung des Gesichtsfeldes. Mit Medikamenten und operativen Methoden kann der Grüne Star heute gut behandelt werden. Das Ziel besteht vor allem darin, das Fortschreiten des Grünen Stars und damit weitere Schädigungen zu verhinden. Jede bereits vorhandene Folge der auch Glaukom genannten Krankheit ist bleibend.
In der Regel gehen Menschen nur zum Augenarzt, wenn sie ein Problem mit ihren Augen haben. Dies kann z.B. eine Bindehautentzündung sein oder aber der Eindruck, dass die Sehkraft sich verschlechtert hat. Meist kann mit Medikamenten oder Sehhilfen eine Verbesserung der Situation erreicht werden, so dass ernsthafte Folgen ausbleiben. Gerade bei einer normalen Sehschwäche gibt es heutzutage viele Möglichkeiten. Brillen und Kontaktlinsen sind für die meisten Patienten eine sehr gute Lösung, aber auch Laseroperatioen wie Lasek (Lasik-Vorgänger) oder Femto-Lasik sind verfügbar. Damit kann eine dauerhafte Korrektur der Sehkraft erreicht werden, so dass man im besten Fall auf jegliche Hilfsmittel verzichten kann.
Da es viele Erkrankungen der Augen gibt, die ernsthaft sind und Folgen bis zur Erblindung haben können, sollten Augenärzte genauso wie Zahnärzte regelmäßig für Routinekontrollen aufgesucht werden. Das wichtigste Instrument des Augenarztes ist dabei der Sehtest, bei dem festgestellt wird, ob die Augen des Patienten normal funtktionieren. Neben den bekannten Lesetests wird auch das Gesichtsfeld kontrolliert und eine Messung des Augeninnendrucks vorgenommen. Mit diesen und anderen Parametern lässt sich eine Erkrankung frühzeitig feststellen und in den meisten Fällen sehr gut behandeln.
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